Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen


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Ignorieren Sie bitte Ihre Apotheke

Über Fragen zu Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen fragen sie ja nicht Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Einmal „darf“ ich mich mal über Apotheker aufregen, statt über Homöopathen, die ihre Kunden Unsinn nicht nur verkaufen (was sie ja teilweise sogar müssen), sondern unterjubeln. Naja wenn es um das Leben von Kunden oder Patienten geht, kann man ja machen was man will. Hauptsache es klingelt die Kassa und man kann seinen eigenen Überzeugungen frönen. Ja, ja wenn es darum geht die eigenen Kunden zu gefährden, kann es die Alternativmafia durchaus mit ihren großen Kollegen von der anderen Seite aber so was von locker aufnehmen, selbst wenn die „Medikamente“ selbst weder wirken noch schaden können. Also ist doch natürlich wieder Homöopathie am Werk.
Doch was regt mich so sehr auf?
Na ja, lesen sie selbst einen Bericht von einem „heitern“ Beratungsvortrag in einer Apotheke (hier bei der „Beweisaufnahme Homöopathie“).
Wer über die Gefährdung durch Homöopathie lesen will kann das hier knicken. Danke an die Mama, äh Pharma-Mama.


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Scientabilität 2. Ergänzung

Nachdem ich auf meinen Artikel das man „Scientabilität nicht braucht“ von Christian Weymayr einen Kommentar erhalten habe, möchte ich noch einen Artikel darüber schreiben, um klar zu stellen, was ich meinte und was nicht. Scheinbar habe ich mich nicht so klar ausgedrückt wie ich wollte. Das kann ich nicht so stehen lassen.
Zu erst einmal, finde ich es gut, dass es das Buch gibt und will sicher nicht die Arbeit von Christian Weymayr für Aufklärung über die Homöopathie schlecht machen. Außerdem ist es auch lobenswert, dass die Diskussion wie weit man positive Ergebnisse (über Homöopathie) bewerten soll wieder heftig angefacht wurde. Meinen Artikel habe ich als Randbeitrag zu dieser Diskussion betrachtet und ja ich muss gestehen, dass ich etwas konservativ bin und daher neue Namen für alte Hüte nicht mag. Das ist eben meine Einstellung. Sorry wenn das nicht so herübergekommen ist.
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Gedankensplitter : Scientabilität braucht man nicht

Nachdem ich vor kurzem darüber geschrieben habe, dass für Homöopathie Alles-Oder-Nichts gilt (hier) kam sofort der Kommentar, dass dazu das Konzept der Scientabilität eingeführt wurde. Das stimmt natürlich, denn genau dazu wurde es eingeführt, doch es zeigt auch, dass man dieses Konzept gar nicht braucht. Inzwischen habe ich endlich die ganzen Artikel über dieses Thema im Skeptiker 2014/1 gelesen. Ich würde sagen es ist offensichtlich so, dass es für mich als allgemeine gültige Tatsache feststeht, dass man für Homöopathie und auch den Rest der Alternativmedizin das Konzept nicht braucht, damit klar ist, das diese „Verfahren“ wertlos sind.
Denn etwa Homöopathie ist theoretisch unmöglich, intern widersprüchlich, praktisch nicht nachgewiesen, … .

Wozu also das Ganze?
Es ist ein neuer Fachbegriff, mit dem dem Laien etwas klar gemacht werden soll, dass sowieso schon klar ist. Es ist quasi ein Marketinggag.  Damit werden die Alternativler in die Defensive gedrängt, also wird versucht den Spieß umzudrehen. Das ist einmal OK, andererseits finde ich nicht, dass man die gleichen Methoden verwenden sollte wie die Esoteriker. Denn genau das ist es, man versucht nicht den Leuten den aktuellen Zustand nahezubringen, sondern man schafft ein neues super klingendes Wort, dass die Leute verwirrt, unsicher macht. Das ist genau die Methode, der Alternativmedizin, die ständig neue Namen für alte Dinge verwendet. Mir gefällt das einfach nicht, selbst wenn ich die Aussagen die dahinter stecken, unterschreiben würde.

PS.: Ich wollte diesen Artikel so oder so schreiben, der Kommentar diente mir nur als willkommene Anknüpfung. Daher meinem Dank an den Kommentator.

Also macht aus der Erde eine Scheibe, dann können wir wieder über Homöopathie reden.


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Allgemeine Warnung! Ich bin furchtbar infektiös.

Ich muss jetzt einmal ausholen und sehr privat werden.
Vor kurzem redete meine Frau mit einem Bekannten. Dabei fiel so nebenbei die Bemerkung, dass ein Familienmitglied einen Zecken gehabt hat. Worauf sofort die Anweisung kam die entsprechende Nosode zu geben und auch den anderen Familienmitgliedern dieses „Mittel“ zur Vorsorge geben. Dazu dann der Anhang: „Oder bist du auch schon so infiziert, wie dein Mann?“
Also lassen wir es mal bleiben, dass diese Person wieder einmal bewiesen hat, dass es keine Homöopathie gibt, denn Homöpathika „darf“ man nicht ja nicht vorsorglich geben.
Leider muss ich mich als nicht schuldig bekennen. Doch euch meine lieben Skeptiker da draußen wünsche ich möglichst infektiös zu sein.


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Homöopathische Wirkung 2: Das Alles-Oder-Nichts Prinzip

Diesmal wieder ein weniger provokanter Titel, auch wenn es ein nicht weniger provokanter Inhalt ist.
Endlich eine Fortsetzung der Reihe über die homöopathische Wirkung (hier Teil 1). Doch wie ich mit der Serie begonnen habe, fand ich das Blog „Beweisaufnahme Homöopathie„. Dort werden die Paper und sonstigen Aussagen über Homöopathie auf eine professionelle Weise zuelegt, für die ich einfach keine Zeit habe.
Trotzdem will ich jetzt endlich wieder einmal über das Thema schreiben. Denn die meisten anderen Autoren beschäftigen sich mit speziellen und wissenschaftlichen Themen. Ich dagegen eher mit Trivialitäten. (Siehe etwa hier oder hier.) Doch irgendwer muss ja auch die Drecksarbeit machen. Was ich gegen Homöopathie vorbringe ist Trivial und um es zu verstehen braucht man keine wissenschaftliche Ausbildung, nur die Bereitschaft, die eigene Meinung zu hinterfragen. Nichts davon ist sonderlich neu und der „erfahrene Skeptiker“ wird sicher nicht davon überrascht sein. Trotzdem habe ich das was jetzt kommt nie so deutlich gehört. Darum habe ich mich dazu entschlossen es endlich einmal auszusprechen, selbst wenn das was jetzt kommt scheinbar gegen die wissenschaftliche Methode ist, die ich ja so hoch halte.

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Homöopathie ist Placebo: Now We’re Talking

Wieder ein Homöopath, der zugibt, dass Homöopathie Plazebo ist

Ganzheitlich durchleuchtet

Wenn ich sage, Homöopathie wirke nicht über den Placebo-Effekt hinaus, wird dem mit dem logischen Fehlschluss begegnet, mir mangele es einfach an (positiver) Erfahrung damit. Wenn Edzard Ernst, emeritierter Professor für Alternativmedizin in Exeter selbiges sagt, wird ihm mit den logischen Fehlschlüssen begegnet, er habe keine Ausbildung in Homöopathie und er sei von der „Pharmaindustrie“ gekauft. Nun bin ich gespannt, wie man den Äußerungen von Anthony Campbell begegnet. Der hat geschrieben, Homöopathie wirke (höchstwahrscheinlich) nicht über den Placebo-Effekt hinaus. Er nennt es „nicht spezifische Wirkung“ was aber im Grunde dasselbe ist. Herr Campbell ist Homöopath. Und zwar nicht irgendeiner. Das wichtigste zuerst, er ist, zumindest formell, nicht vom Glauben abgefallen und hält Homöopathie weiterhin für eine tolle Medizin. Er war Leiter des Homöopathischen Krankenhauses ist London (das wegen schlechter Presse seinen Namen änderte). Außerdem war er Editor der Fachzeitschrift „Homeopathy“ in der über homöopathische Forschung (Hihi) berichtet wurde.

Campbell…

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Warum Homöopathen ihren Patienten absichtlich schaden

Das größte Problem der Homöopathen ist, dass Sie KEINE Betrüger sind.
Denn (um den Titel wieder etwas zu relativieren) WOLLEN die meisten Homöopathen sicher ihren Patienten nicht schaden, sondern ihnen helfen.
Doch das ist schon einmal das Problem.  Ein Betrüger weiss ja wenigstens, dass das was er tut nicht funktioniert, so ist das ja (juristisch) definiert. Homöopathen gehen aber davon aus, dass Homöopathie funktioniert. Nachdem es Homöopathie gar nicht gibt (oder auch hier, oder meine Homöopatischen Spaziergänge) UND Homöopathen GAR KEIN INTERESSE DARAN HABEN DAS ZU ÄNDERN ist ihnen offensichtlich egal das sie eine Methode verwenden, deren Risken unbekannt ist. Wenn ich aber nicht einmal einschätzen kann, welche Risken es gibt, wie stark sie sind und wie oft sie auftreten, dann ist es ein starkes Stück von „Nebenwirkungsfrei“ zu reden.
Das ist doch faszinierend bei einer Gruppe die nur zu oft darauf verweist wie oft die Pharmaindustrie Risken von Medikamenten verschweigt oder ignoriert. Sprich ALLE Homöopathen machen das, was sie der Pharmaindustrie vorwirft.
Damit jetzt keiner kommt und sagt die Homöopathie wirkt nicht also wo ist das Problem? Das Problem ist, dass ja die Homöopathen GLAUBEN das Homöopathie wirkt (und eben keine Betrüger sind). Nachdem es aber nach über 200 Jahren nach immer nicht klar ist welche der Regeln richtig sind und welche nicht, DARF KEIN Homöopath EINFACH so annehmen, dass Homöopathie NICHT SCHADET. Nur weil sie es nicht sehen oder sehen wollen. Das ist eine der schlimmsten Formen von „mein Patient ist mir egal, Hauptsache ich habe recht“ die ich mirvorstellenkann. Soundjetztnocheinmal zuKlarstellung:

  • Ich weiß das Homöopathen ihren Patienten nicht schaden wollen. Doch genau das ist mein Vorwurf. Die homöopathieinternen Konflikte, alle seit 200 Jahren aufgezeigt Probleme, Abspaltungen und Ungereimtheiten werden als unwesentlich ignoriert. Es wird einfach GEGLAUBT, dass (die eigene Art der) Homöopathie richtig ist und das es keine Probleme gibt. Ich bin mir sicher, dass KEIN Homöopath nicht weiß, dass es da draußen Kritik gibt. Und zwar nicht nur Detailkritik, sondern Fundamentalkritik.
    DAS ZU IGNORIEREN UND NICHT VERSUCHEN DIE PROBLEME ZU BESEITIGEN IST DAS WAS ICH KRITISIERE.
  • Die einzige „Ausrede“ die Homöopathen vor meiner Kritik haben ist, dass Homöopathie nachweislich nicht wirken kann. Doch wie nennt man das, wenn jemand wissentlich etwas falsches macht und das Gegenteil behauptet.
  • Wenn Homöopathen WIRKLICH diese Vorwürfe beseitigen wollten, dann würde es wohl knapp ein Jahr dauern bis klar ist, dass Homöopathie (sagen wir mal in den klassischen Formen). Man bräuchte wohl nur 1000-2000 Freiwillige und 10-20 Leute mit Arzneimittel-Prüferfahrung und vielleicht 1-2 Statistiker.
    Wieviele Homöopathen gibt es alleine in Österreich, Schweiz und Deutschland?
    Wieviele Hömöopathieanhänger gibt es in diesen Ländern?
  • Warum machen das die Homöopathen nicht?
    Warum fordern die Gesetzgeber das nicht von den Homöopathen und den homöopathischen Firmen?
    Sind die „gekauften“ Uniprofessuren unfähig, oder sind es nur reine PR-Insitiutionen?
    Man könnte fast den Verdach haben, dass es hier, wie meist, um das liebe Geld geht. Denn wenn man sinnlose, aber schwache Untersuchungen macht, wird Geld bezahlt (und verdient), man kann Aufsehen erregen und so tun, als würde man versuchen das ganze wissenschaftlich zu machen. Das einzige wovor sich die Verantwortlichen dort drücken ist es doch eine so große und sinnvolle Studienserie zu machen die die notwendigen Antworten liefert.
    Natürlich müsste man das VORHER PUBLIK machen und wenn geht auch so öffentlich wie möglich ausführen und
    tja und dann das Ergebnis (von beiden Seiten) dann anerkennen.
  • Fast hätte ich ja Lust so was zu machen, also für den unwahrscheinlichen Fall das jemand (auch „Ungläubgige“ sind willkommen) da mitmachen kann, kann sich ja an mich wenden. Ich denke ich könnte dann mal eine Webseite für die interne Kommunikation aufsetzen. Auch wenn ich sicher bin, dass ich mich erst 2015 diesem Projekt zuzuwenden. Planen tut man ja viel, aber machen, …..
  • Noch einmal zur Klarstellung: Ich habe Homöopathen hier pauschal als „KEINE BETRÜGER“ bezeichnet. Wer mit dieser Bezeichnung nicht einverstanden ist, der muss sich nur melden und ich ihn werde gerne namentlich als Ausnahme hier anführen.
  • Tja und wer sich dadurch provoziert fühlt, der braucht ja nur das Gegenteil beweisen! Ich bin gerne dazu bereit dabei zu helfen. ICH habe ja kein Problem damit zugeben zu müssen, dass ich mich geirrt habe.