Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen


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Evidenzbasierte österreichische Ärzte, oder was????

Also die gute Nachricht gleich zu Beginn:

Evidenzbasierte Medizin ist selbstverständlich für Österreichs Ärztinnen und Ärzte

So zumindest lautet der Titel einer Pressemitteilung der niederösterreichen Ärztekammer vom 12.8.2014 (siehe hier).
Was mich doch sehr wundert, denn untet den Ärzten in Österreich gibt es genug „Alternativmedizner“ zum Teil sogar „Spitzenkräfte“ deren Wissen über die Natur mehr Volksschulniveau, als Hochschulniveau hat. Aber man lässt sich doch gerne eines besseren belehren. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.
Also der Grund warum die österreichischen Ärzte so unglaublich evidenzbasiert sind ist simpel:

Die Verpflichtung zur Fortbildung ist im § 49 Ärztegesetz verankert. Der Nachweis der Fortbildung muss von allen zur selbständigen Berufsausübung berechtigten Ärztinnen und Ärzten in Österreich erbracht werden und wird in weiterer Folge von der ÖÄK regelmäßig in einem Bericht zur ärztlichen Fort- und Weiterbildung veröffentlicht.

Es ist die um Gesetz festgelegte Verpflichtung zur Fortbildung. Da sind die Ärzte ja verpflichtet sich mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen iheres Faches zu beschäftigen und damit per se Evidenzbasiert.
Super oder?
Naja man sollte sich besser nicht diese Liste der anerkannten Diplome für Ärzte in Österreich ansehen.

ÖÄK SPEZIALDIPLOME
Akupunktur, Anthroposophische Medizin, Applied Kinesiology, Arbeitsmedizin, Begleitende Krebsbehandlungen, Chinesische Diagnostik und Arzneitherapie, Diagnostik und Therapie nach Dr. F.X.Mayr, Ernährungsmedizin, Forensisch-psychiatrische Gutachten, Genetik, Geriatrie, Homöopathie, Klinischer Prüfarzt, Kneippmedizin, Krankenhaushygiene, Kur-, Präventivmedizin und Wellness, Manuelle Medizin, Neuraltherapie, Notarzt, Orthomolekulare Medizin, Palliativmedizin, Phytotherapie, Psychosoziale Medizin, Psychosomatische Medizin, Psychotherapeutische Medizin, Schularzt, Sexualmedizin, Spezielle Schmerztherapie, Sportmedizin, Substitutionsbehandlung, Umweltmedizin

Wenn man sich diese Liste ansieht, drängt sich nicht der Verdacht auf, dass in Österreich die Ärzte durch das Gesetz dazu gezwungen sind sich auch nur mit Medizin (denn die Alternative zur Medizin ist ja keine Medizin) zu beschäftigen. Das die Ärzte dadurch auch noch Erfahrung in evidenzbasierter Medizin sammeln sollten erschließt sich mir nicht.
Im Gegenteil man muss ja eher wissenschaftlich sinnvolle Diplome suchen. Bei den anderen Fortbildungen ist es da nicht anders.

Also willkommen im evidenzbasierten Absurdistan.


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Alternativmedizin und Antibiotika

Diesmal geht es um die vielleicht schlimmste Form von Alternativmedizin, die es heutzutage gibt.
Antibiotikamissbrauch.
Ich will kann und darf nicht medizinisch werden. Doch man sollte auch auf solche Probleme hinweisen und nicht nur so tun, als wäre alles Übel Homöopathie&Co
Es gibt da zwei Formen, die mir besonders aufgefallen und schon öfter begegnen.
Da ist erst Mal der Zuckerllutscher.
Also diejenigen, die glauben Antibiotika helfen gegen alles. Die glauben wenn ein Arzt ihnen keine Antibiotika verschreibt, dann werden sie nicht richtig behandelt. Die nicht verstehen wollen oder können, dass Antibiotika bei Viren vollkommen sinnlos sind. Außer zur Bildung von Antibiotikaresistenzen und Allergien wird das zu nichts führen. Nehmt ihnen bitte die Zuckerln weg.
Dann ist da noch der Minimalist.  Er nimmt alles WIRKLICH nur so lange er glaubt, dass er es braucht. Wenn er sich gesunder fühlt, dann sofort aufhören mit der Medizin. Was bei machen Mitteln sinnvoll sein kann ist bei Antibiotika eine Katastrophe. Antibiotikaresistenzen werden damit geradezu heraufbeschworen.
Wie wenn wir damit noch nicht genug Probleme haben.
Also liebe Leute nehmt Antibiotika nur wenn sie medizinischen Sinn machen, dann aber so lange wie notwendig. Helft mit Wissenschaft zu verbreiten, damit die Leute Medikamente nicht als „Wunderpillen“ sehen, sondern allen klar ist das es (chemische) Gründe gibt wie die Dinger wirken und es daher auch gute Gründe geben kann etwas nicht zu nehmen.

PS.: Mir ist klar, dass es gute Gründe dazu gibt Antibiotika zu nehmen, auch man keinen bakteriellen Infekt hat und sie manchmal sofort absetzen muss. (Das habe ich schon bei mir selbst erlebt.)
Trotzdem ist das wohl die Minderheit der Fälle.


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Beten, EU und Homöopathie

Also manchmal….
Also manchmal wünsche ich mir wirklich, dass es möglich wäre durch Beten – welcher Art auch immer – Dinge zu beeinflussen.
Wenn es möglich wäre das das was ich da auf dem Titelblatt einer Zeitung über die EU gelesen habe wirklich war wäre, wahr werden würde. Es wäre einer der größten Fortschritte Europas der letzten 200 Jahre.
Leider hat sich bisher noch immer herausgestellt, dass diese Anti-EU Schlagzeilen dummes übertriebenes Gewäsch waren. Warum sollte es jetzt wahr sein, wo es so großartig wäre.
Ein echter Fortschritt der Menschheit.
Um den dummen Begriff zu verwenden ein

QUANTENSPRUNG
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Über die Dummheiten bei der 10:23 Kritik

Hier ist es ja sehr still geworden und wird es wohl auch noch ein Wochen bleiben. Doch nachdem ich bei einem Mitbloggern eine Kritik an der „sinnlosen“ 10:23 Aktion gelesen habe. Muss ich trotzdem ein paar Worte loswerden. Selbst wenn das Ganze nicht mehr gerade „zeitnah“ ist.

Also ist die 10:23 Aktion wirklich sinnlos und
sagt sie nichts über Homöopathie aus?

Natürlich ist das falsch, denn sonst würde ich wohl nicht darüber schreiben. Denn diese Aktion ist durchaus auch homöopathisch nicht Aussagelos und sinnlos ist sie sowieso nicht. Weiterlesen


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Pharmaskandal – mal wieder

Ich möchte ja keine Namen nennen, das können meine Leser ja hier machen, aber ich habe gerade auf einem Computer (ja, ja ich weiß, das Ganze ist schon eine Weile her) einige Dateien bezüglich eines Pharmaskandals gelesen.

Ein weltweites Pharmaunternehmen hat Medikamente hergestellt:

  1. Bei denen jede sechste Packung aufgrund eines Problems bei der Herstellung garantiert wirkstofffrei waren. Es war also so, dass die Medikamente nur den Trägerstoff enthielten.
  2. Als Ausgleich waren in den Proben potentiell gefährliche Glasfragmente gefunden worden.
  3. Die „product labeling documents“ waren falsch und entsprachen nicht dem Gesetz (der USA)

Wenn eines von gewissen Pharmaunternehmen gewesen wäre, dann wäre der Aufschrei gewaltig gewesen. Statt dessen haben sich nur ein paar Zeitungen und Blogger darüber lustig gemacht. Von den „Patienten“ die diese Mittel gekauft haben, sowie deren betreuende „Mediziner“, hat nämlich keiner etwas gemerkt. Statt dessen hat die FDA der Firma einen Besuch abgestattet und dann mit diesem „Warnung Letter“ bedacht.

Ach ja. Es handelt sich natürlich um ein Homöopathisches Pharmaunternehmen und die Produkte sind entsprechend Homöopathika. Also kein Wunder, dass da keiner was bemerkt.