Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen

Scientabilität 2. Ergänzung

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Nachdem ich auf meinen Artikel das man „Scientabilität nicht braucht“ von Christian Weymayr einen Kommentar erhalten habe, möchte ich noch einen Artikel darüber schreiben, um klar zu stellen, was ich meinte und was nicht. Scheinbar habe ich mich nicht so klar ausgedrückt wie ich wollte. Das kann ich nicht so stehen lassen.
Zu erst einmal, finde ich es gut, dass es das Buch gibt und will sicher nicht die Arbeit von Christian Weymayr für Aufklärung über die Homöopathie schlecht machen. Außerdem ist es auch lobenswert, dass die Diskussion wie weit man positive Ergebnisse (über Homöopathie) bewerten soll wieder heftig angefacht wurde. Meinen Artikel habe ich als Randbeitrag zu dieser Diskussion betrachtet und ja ich muss gestehen, dass ich etwas konservativ bin und daher neue Namen für alte Hüte nicht mag. Das ist eben meine Einstellung. Sorry wenn das nicht so herübergekommen ist.

ob ein C30-Mittel wirken kann, die a-priori-Plausibilität gleich Null setzt, ist die Aussage, dass das Mittel nicht wirken kann, durch kein Experiment der Welt zu erschüttern

Ich denke hier ist das erste grundlegende Missverständnis. Mir geht es NICHT darum, zu sagen das kann nie was werden, denn das wäre ja genau die unwissenschaftliche Einstellung, die ich ja immer den Esoterikern vorwerfe. Nein ich behaupte nur, dass auch einzelne positive Ergebnisse keine Teilbestätigung der Homöopathie sind. Da bisher die weit grundlegendere Frage noch nicht beantwortet ist.
Was ist Homöopathie?
Wenn ich einen Test mache ob X gegen Y hilft, dann ist es sinnlos, denn ich finde
A) sicher eine Homöopathieform die sagt, dass das nicht der Fall ist.
B) sicher auch Beispiele, die besagen, das es keine Wirkung gibt.
C) dass es für Homöopathie etwa reicht, dass ich für ein weithin erprobtes Mittel nachweise, dass es wiederholt nicht wirkt, da Homöopathie eben keine internen Korrekturmechanismen hat, wie die Medizin, da diese zumindest teilweise auf Wissenschaft aufbaut. Da ist es egal was für EIN Mittel heraus kommt, es zählt die Gesamtheit.

Homöopathen gehen natürlich die falschen Fragen beherzt an. Denn bevor ich überhaupt damit anfangen kann Homöopathie als Heilmittel anzuwenden, müsste erst einmsl geklärt werdem ob etwa die Arzneibilder konstant und wiederholbar sind. Welche Sicherheit habe ich? Homöopathen nehmen da großzügig 100% an, doch dass das nicht so ist, davon zeugen die unzähligen Paper von Homöopathen, die daran gescheitert sind Arzneimittelbilder zu wiederholen, oder mittels vernünftiger Methode zu bestimmen.
Doch selbst wenn man etwa diesen Punkt geklärt hätte, müsste man dann nachdenken, ob Homöopathie als Heilmethode verwendbar ist und zwar ERST dann. Vorher ist es nicht möglich. Ebenso müssten Homöopathen sich erst einmal einigen welche der 100en Homöopathien die richtige ist (siehe hier).
Also ist mein Kritikpunkt nicht, dass die Untersuchungen sinnlos sind, sondern dass sie die falsche Frage beantworten und daher ihre Ergebnisse falsch interpretiert werden.
Damit komme ich zu meiner Aussage zurück, Scientabilität braucht man nicht.
Man braucht sie deshalb nicht, weil es sie bereits gibt. Man nennt sie
Tatatata …..
Wissenschaft.
Ohhhh, Überraschung.
Folglich ist weder die Arbeit von Christian Weymayr noch der GWUP sinnlos, im Gegenteil. Woran ich mich störe, ist alleine der Begriff an und für sich.
Statt zu sagen Homöopathie stellt bei den Untersuchungen die falschen Fragen und daher sind diese wissenschaftlich unsinnig, sagt man die Methode ist nicht Scientabel. Wozu? Wenn es doch genau das gleiche bedeutet.
Mir ist schon klar das ist einfacher und hört sich sexy an. Doch das war genau das was ich damit meinte, dass es die Methodik der Esoteriker ist. Kaum ist ein Begriff da, wird schon der nächste geprägt. Alternativmedizin, Komplementärmedizin, CAM, sanfte Medizin, Ganzheitliche Medizin,  …
Mich kotzt das eben an, daher finde ich es eben begreiflich, aber nicht perfekt es ebenso zu tun.
Mir ist natürlich klar, das man damit ein Instrument für den medizinisch arbeitenten Forscher haben will, der nicht in der Lage sein kann, alles wissenschaftstheoretisch zu bearbeiten. Ein Problem etwa ist es doch wie stellt so ein Mediziner fest, dass die Alternativmedizin seiner Wahl nicht Scientabel ist? SEINER Meinung nach ist sie ja praktisch nachgewiesen. Also bleibt auch dann nichts über, als zu zeigen das eine Methode

theoretisch unmöglich, intern widersprüchlich, praktisch nicht nachgewiesen

ist und genau so und nur so habe ich diese Aussage gemeint.

Als Außenstehender des medizinischen Systems kann ich es mir leichter leisten so ein „Hilfsmittel“ kritisch zu betrachten, so wie ja auch viele andere wissenschaftlich orientierte Menschen da Konzept kritisch betrachtet haben. Doch habe ich ja eigentlich nicht das Konzept der Scientabilität kritisiert – im Gegenteil – sondern alleine und ausschließlich den Begriff. Das hätte ich genauer darlegen sollen und habe ich hiermit gemacht.

Was den angekündigten Versuch/die Wette mit Cornelia Bajic angeht, so finde ich es sogar konsequent und nicht inkonsequent. Wissenschaftliches denken bedeutet ja auch zu seiner Verantwortung zu stehen und bereit zu sein seie Fehler zuzugeben, egal wie quer der Fehler zur eigenen Anschauung verläuft.

Ich selber habe ja auch schon darüber nachgedacht, aber bin ich ja leider nicht so bekannt, als dass sich ein Homöopath auf so was einlassen würde. Mir würde etwas vorschweben bei dem in einem Doppelcrossover Experiment von einigen 100 Freiwilligen und einer handvoll erfahren Homöopathen diese versuchen müssen entweder 2 Homöopatika zu unterscheiden, oder aus festzustellen, welche Mittel aus einer Liste genommen wurden. Folglich bin ich schon neugierig darauf, wie der Bersuch von Christian Weymayr aussieht.
Persönlich bin ich mir sicher wie das Ergebnis aussehen wird, aber wissen tut man es erst hinterher.

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