Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen

Gedankensplitter: Gerechtigkeit für alle

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Ich habe vor längerem einen Artikel im GWUP Blog gelesen, bei dem ich praktisch alles bestätigen würde, bis auf den Titel. Da ich ja immer tagaktuell bin kommt der Kommentar dazu, wenn keiner mehr den Artikel selber liest.

Doch worum geht es?

Um diesen Artikel, der über einen Vortrag in Nürnberg geht, geht es. Prof. Jürgen Windeler hat am 18. Juni einen Vortrag zum Thema

„Gleiche Maßstäbe für alle! – Medizinische Verfahren und ihr Nutzen für Patienten“

gehalten.

Dieser Satz zeigt schon alles was ich meine. Es wird endlich Zeit FÜR ein „Change the rules“. Denn wie in dem Artikel aus der Vorankündigung zitiert wird:

„Für unterschiedliche Anforderungen gibt es keinen Grund“.

Es ist doch bisher so, dass Alternativmedizin darin besteht, dass einfach jemand eine Wirkung BEHAUPTET. Das reicht!

Wow!

Also müsste entweder dies auch der Medizin zugestanden werden. Also wenn ich, ein Arzt, ein Pharmaunternehmen BEHAUPTET das eine Substanz, ein Methode (etwa Ohrläppchenentfernung wirkt gegen Blinddarmentzündung) sei wirksam, dann ist das anzuerkennen, wenn ich noch andere finde, die das bestätigen.

Kein vernünftig denkender Mensch wird so etwas wollen, aber der Alternativmedizin erlauben wir genau das.

Also muss es umgekehrt sein. Die Alternativmedizin MUSS eliminiert werden und damit alle die bisherigen „Ausnahmemethoden“ müssen entweder aufgegeben werden, oder aber einfach zeigen dass diese funktionieren, wenn möglich sogar wirken (warum das Funktionieren erst einmal wichtiger ist als das Wirken, habe ich hier beschrieben).

Natürlich kann und soll man von mir aus die Forderungen an die Heilmethode anpassen. Doch wäre es wirklich zu viel verlangt, wenn Homöopathika erst einmal eine Reihe von Tests durchlaufen müssen. Das müssen jetzt noch nicht einmal Wirksamkeitsstudien sein, denn darauf würde ich mich durchaus einlassen. Doch sollte es für jedes zugelassene Homöopathika sowohl reproduzierte, als replizierte Arzneimittelbilder geben, und es muss ebenso gelingen diese Mittel wieder zu identifizieren.
Damit klar wird was ich meine noch einmal in Langform:

  1. Die Gruppe die das Arzneimittelbild bestimmt sollte das immer in einer sinnvollen Form tun, also eine ausreichende Verblindung, Randomisierung und mit einer brauchbaren Teilnehmenzahl.
  2. Diese Gruppe selber muss in der Lage bei einer Wiederholung das Arzneimittelbild zu bestimmen. (Reproduzierbarkeit)
  3. Andere Gruppen müssen ebenfalls das GLEICHE Arzneimittelbild zu bekommen, wenn die das gleiche Mittel testen. Ideal wäre es da natürlich, wenn zumindest ein Teil der Studie da mit dem Mittel aus der andern Gruppe gemacht wird. Also entweder die erste Gruppe das Mittel weitergibt, oder aber zumindest die Quelle und die „Konzentration“ die gleiche ist. (Replikation)
  4. Doch damit ist es nicht genug. Wenn man schon keine Wirkstudien machen muss, so sollte man zumindest das Reverse Experiment (wiederholt) schaffen.
    Also wenn man Probanden ein zufälliges Mittel gibt, sollte (ja MUSS) es aus den auftretenden Symptomen möglich sein herauszufinden, welches Mittel gegeben wurde. [Gut man kann natürlich sagen, dass selbst die Homöopathen ihre Medizin für falsch halten, denn da gab es ja mal eine Homöopathin, die meinte man kann die Mittel nur an der Beschriftung unterscheiden, …]

Damit da jetzt keiner behauptet, ich wäre der Homöopathie gegenüber unfair, will ich klarstellen, dass ich nichts weiter verlange, als dass Homöopathen IHRE EIGENEN REGELN vernünftig ANWENDEN. Denn zur Homöopathie gehört die Arzneimittelbestimmung eben dazu. Wenn die nicht funktioniert, dann gibt es eben KEINE Homöopathie.

 

Also FÜR ein „Change the Rules“ oder gleiches Recht für alle.

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