Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen

Über die Dummheiten bei der 10:23 Kritik

Ein Kommentar

Hier ist es ja sehr still geworden und wird es wohl auch noch ein Wochen bleiben. Doch nachdem ich bei einem Mitbloggern eine Kritik an der „sinnlosen“ 10:23 Aktion gelesen habe. Muss ich trotzdem ein paar Worte loswerden. Selbst wenn das Ganze nicht mehr gerade „zeitnah“ ist.

Also ist die 10:23 Aktion wirklich sinnlos und
sagt sie nichts über Homöopathie aus?

Natürlich ist das falsch, denn sonst würde ich wohl nicht darüber schreiben. Denn diese Aktion ist durchaus auch homöopathisch nicht Aussagelos und sinnlos ist sie sowieso nicht.

1. Demonstration

Die Aktion ist eine Demonstration und daher ist erst einmal alleine die Tatsache, dass man sie wahrnimmt alleine ausreichend dafür, dass sie als sinnvoll einzustufen ist. Derzeit ist es ja modern und chic Pro-homöopathie zu sein und wer öffentlich zugibt nicht nur nichts davon zu halten, sondern sogar sie als wirkungslosen Zaubertand zu bezeichnen ist ja quasi der dumme Außenseiter.
Eine Aktion die öffentlich macht, dass es mehrere Menschen gibt die Homöopathie für sinnloses Zeug halten ist da gut. Damit gibt es einen Gegenpart gegen die alternativen Geld Scheffler, politischen Ja‑Sagern, „Wer heilt hat recht“‑Typen und was es da sonst so gibt.
Damit jetzt keiner sagt ich hätte etwas davon gegen Homöopathie zu sein, den muss ich leider enttäuschen. Wenn ich da, sagen wir Gewissenloser oder Geldgieriger wäre würde unsere Familie sicher in naher Zukunft weit mehr verdienen, denn ein Krankenkassenarzt verdient bei weitem nicht so gut wie ein Alternativmediziner.
Doch so gesehen ist die Aktion noch nicht sinnvoll gewesen, denn (noch) wird für die Homöopathie nicht wenigstens das gleiche gefordert wie für normale Pharmazie. Nachweise.
Gut Homöopathie ist nicht wie normale Mittel (warum eigentlich nicht???) daher würde es doch reichen, wenn nur Mittel verkauft werden dürfen, für die es Arzneimittelbilder gibt. Denn bisher (also knapp nach 200 Jahren) gibt es noch KEIN EINZIGES Arzneimittelbild, das als gesichert angesehen werden kann. Doch dazu später mehr.

2. Testen der Gegenbehauptungen von Homöopathen und deren Freunden

Ein weiterer Punkt ist es doch, dass man bei Diskussionen mit Freunden der Homöopathie immer wieder mal dann so einen Satz hörte wie:
„Probiere mal XXXX, dann wird es dir bald darauf schlecht gehen.“

Mir ist das selber schon passiert und am Anfang, als ich noch unsicher in Bezug auf Homöopathie war, war das ein Punkt, den man so schwer angehen konnte.

Doch genau das ist der ultimative Sinn der 10:23 Aktion:
Zu zeigen, dass man diese Mittel nehmen kann, OHNE das etwas passieren wird und schon gar nicht das vorhergesagte Übel.
Ja mit dem Wissen um diese Aktion kann man leicht hin sagen:

„Schon probiert, nichts passiert“

Ich selber habe genau solche Experimente gemacht, wenn auch nicht öffentlich, als Abschluss meines langen Weges als „Homöopathieunsicherer“. Einfach in eine Homöopathische Hausapotheke greifen und blind irgendein Mittel nehmen. Wenn man nicht weiß was man genommen hat, wird auch nichts passieren.

Einen netten Film über solche bereits historischen „Wetten“ von Homöopathen sieht man auf YouTube über die „Nürnberger Kochsalzversuche“.

Womit wir beim dritten Punkt wären:

3. Arzneimittelbilder

Ich habe bereits in Punkt 1 erwähnt, dass Homöopathen keine bestätigten Arzneimittelbilder besitzen. Denn wenn sie bereits vernünftige Untersuchungen gemacht hätten, dann würde ich hier nicht darüber diskutieren. Doch selbst bei der „Karl und Veronica Carsten“-Stiftung findet sich davon nichts. Also wenn schon die Homöopathen selbst MIT willigen Geldgebern dazu nicht in der Lage sind, wer soll es denn dann können? Doch was das über Homöopathen aussagt, dazu schreibe ich später.

Wenn sich genügend Leute an der 10:23 Aktion beteiligen, dann MUSS es passieren, dass viele die entsprechenden Symptome zeigen. Sprich diese Aktion ist eine (schlechte) Form der Arzneimittelprüfung. Doch nachdem es ja für eine Prüfung ja auch reicht sich dieses Zeug unter das Kopfpolster zu legen, sollte eine einmalige Gabe auch ausreichen. Natürlich wenn dies den Homöopathen nicht passt, wird dann mal schnell das Gegenteil behauptet, dass eine einmalige Gabe nur selten etwas bewirkt. Doch immerhin behaupten Homöopathen das ja immer wieder schon seit ca. 200 Jahren (siehe Punkt 2) und es soll ja auch durchaus eine einmalige Gabe als Arzneimittel reichen (siehe dazu den obigen Link über die Nürnberger Kochsalzversuche)

Doch so sehr es wir es uns wünschen,
die Erde ist trotzdem keine Scheibe.
Liebe, Licht und Freude meine lieben Leser

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Ein Kommentar zu “Über die Dummheiten bei der 10:23 Kritik

  1. Pingback: Bekennen sich die Homöopathen endlich zum Placebo-Effekt? @ gwup | die skeptiker

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