Kein Anfang?

Warum nicht damit Anfangen die Realität anzuerkennen

Wissenschaft

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So jetzt endlich der Schlusspunkt und der Höhepunkt meiner länger als erwarteten Serie über Wissenschaft.

Zum Anfang möchte ich mal klarstellen.
Wissenschaft ist NICHTS lebensfremdes, absonderliches.
Jeder der von sich behauptet gesunden Menschenverstand zu haben, der ist schon Wissenschaftler.

Denn Wissenschaft ist GESUNDER MENSCHENVERSTAND 2.0

Wir deutschsprechende haben es ja leichter als andere zu erkennen was Wissenschaft ist. Denn der Name sagt schon alles. Wissenschaft ist alles, was Wissen schafft.

Über Wissen habe ich mich ja schon hier ausgelassen und mit schaffen ist natürlich neues Wissen zu entdecken gemeint.

Das Schaffen ist die Aufgabe, das Credo eines Wissenschaftlers. Wie der Professor Lesch einmal sagte, was interessiert mich mein Gewäsch von gestern, nur neues zählt. Das ist jetzt nicht immer gut, doch es wird praktisch von der Gesellschaft so gefordert. Keiner bezahlt einen Wissenschaftler dafür, dass er jahrelang Theorien und Hypothesen überprüft, um am Ende sagen zu können das alte ist das Beste. Darum „verkaufen“ alle Wissenschaftler auch ihre Ideen als neu und bahnbrechend, denn dafür werden Sie bezahlt.

Im Modus „Schaffen“ übernimmt Wissenschaft freudig alle Ideen, so seltsam sie auch sein mögen. Telepathie, Telekinese, Astrologie, Homöopathie, Expandierendes Universum, Platentektonik, Quantenmechanik, ….
Ehrlich! So ist es. Denn davon leben diese Leute nun einmal Wenn ich etwa Homöopathie beweisen könnte, wäre ich nicht nur reich und angesehen, sondern wir könnten noch einmal unsere ganzen Theorien wie unser Universum funktioniert neu aufbauen. 200 Jahre Chemie für den A.. . Geil lass und noch mal von vorne anfangen.

„Schaffen“ ist progressiv, modern, unstet, großzügig.

Doch wir haben noch einen zweiten Modus, das „Wissen“:
Wissen ist nun genau das Gegenteil zu vorher: konservativ, kleinlich, beharrend.
Denn jede Idee die wir vorher aufgegriffen oder uns ausgedacht haben, muss sich jetzt noch dem Kritisch Rationellen Denken stellen.

Rationell ist da einmal eine Methode, die uns klar macht, um was es geht. Wir müssen versuchen die Idee in den Kontext der anreden Ideen und Fakten (=Wissen) zu stellen.
Wenn die Idee bereits behandelt worden ist, dann kann ich nachsehen was andere dazu sagten und muss eventuell die Arbeit nicht noch einmal machen. Denn warum das viereckige Rad noch einmal erfinden, wenn bereits 200 andere zeigen konnten, das es NICHT besser als ein rundes Rad ist.

Doch vielleicht hat ja noch niemand etwas gemacht, oder ich glaube, dass meine Idee besser ist als die ähnlichen aus der Vergangenheit. Wie dem auch sei, ich lasse mich nicht aufhalten und beschließe die Idee selber zu testen. Dann kommt wieder die Ratio ins Spiel und sie überlegt WIE kann ich jetzt die Idee testen. Dafür muss es Aussagen/Vorhersagen dieser Idee geben.

Als Beispiel behaupte ich das Champions unter Birken grüner sind als wenn sie wo anders wachsen.

Also was werde ich wohl machen, ich werde Champions anbauen, unter Birken, Buchen und einem Schirm. Wenn die Schwammerl gewachsen sind, werde ich feststellen wie grün sind die Champions.
! Achtung: Das werde ich, wie auch immer so machen, dass derjenige der die Farbe feststellt NICHT weiß wo die Dinger gewachsen sind. Achtung !
Diese Kleinigkeit ist für praktisch 100% des Unterschiedes zwischen Homöopathen und Wissenschaftlern über die Wirkung der Homöopathie verantwortlich.

Super jetzt am Ende weiß ich das Champion unter Birken grüner sind (oder auch nicht).

Doch noch ist das Kritische, das Skeptische nur so am Rande da gewesen. Kommt das heraus, was man vorher wusste, vermutete. OK, warum weiter darüber nachdenken.
Aber wer weiß, vielleicht habe ich Glück und es kommt genau das NICHT heraus. Dann ist das was ja das Schaffen erreichen wollte, doch genau deswegen kommt jetzt das „Kritische“ hier zu tragen. Jetzt muss ich mich fragen, wie unwahrscheinlich ist etwa mein Ergebnis, wie sieht es mit den bereits bekannten Fakten aus. Vielleicht löst ja meine Idee Probleme der Vergangenheit oder Probleme, die noch keiner gesehen hat. Das ist in der Vergangenheit schon oft geschehen (Relativitätstheorie und Merkuranomalie etwa). Doch wenn das nicht so ist, MUSS ICH erst zeigen, dass keine anderen Fehler in meiner Arbeit vorhanden sind. Dass MUSS ICH MACHEN, niemand anderer.
Homöopathen sind eben für Homöopathie,
Astrologen für Astrologie und
Physiker eben für Physik zuständig sonst nichts.

Dieser Schritt steht unter dem Motto:
„Je unglaublicher die Behauptung, desto besser der Beweis“

Damit wäre der Bogen zum gesunden Menschenverstand wieder geschlagen.

PS.:  Ein (großer) Teil dessen, das ich unter Esoterik verstehe, und das hat nichts mit Geist‑Materie / Materie‑Geist Konflikten zu tun, ist es neue Ideen nicht anerkennen zu wollen.
Irgendjemand hat eine neue Idee (Äthertheorie, Homöopathie), die den anderen Ideen überlegen ist. Doch später kommt jemand, der hat eine Idee, die noch besser ist, aber diese neuen Ideen nicht einschließt. Wissenschaftler und Leute mit wirklich gesundem Menschenverstand geben dann diese Idee auf, Esoteriker suchen dann krampfhaft nach Möglichkeiten  nicht zugeben zu müssen das man falsch liegt.

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